6 Ecken des ACT Modells: Wie Selbstliebe entsteht

6 Ecken des ACT Modells: Wie Selbstliebe entsteht

Weißt du, warum es manchmal so herausfordernd ist, sich selbst bedingungslos zu lieben, selbst wenn wir wissen, dass es wichtig ist? Es liegt oft daran, dass wir uns in Zeiten der Unsicherheit und Veränderung festhalten und uns schwer tun, uns anzupassen. 

Das ist genau der Grund, warum ich heute mit dir über das ACT-Modell (Akzeptanz und Commitmenttherapie) sprechen möchte. Kennst du das ACT-Modell bereits? Es ist ein kraftvolles Werkzeug, das uns hilft, psychische Flexibilität zu entwickeln und uns dabei unterstützt, uns selbst liebevoll anzunehmen, auch in turbulenteren Zeiten.

Lass uns gemeinsam eintauchen und herausfinden, wie das ACT-Modell uns dabei helfen kann, die Kunst der Selbstliebe zu meistern:

6 Ecken des ACT-Modells:
Wie Selbstliebe entsteht

🟢 Akzeptanz: Sich öffnen für das, was ist:
Akzeptanz ist der erste Schritt zur Selbstliebe. Indem wir uns für unsere Gefühle, Gedanken und Erfahrungen öffnen und ihnen Raum geben, können wir uns selbst vollständig akzeptieren, mit all unseren Ecken und Kanten.

🟠 Defusion: Nicht alles glauben, was ich denke:
Wir neigen oft dazu, unseren Gedanken uneingeschränkt zu glauben, ohne sie zu hinterfragen. Doch Gedanken sind nur Worte - nicht mehr und nicht weniger. Durch Defusion lernen wir, unsere Gedanken zu beobachten und nicht mit ihnen zu verschmelzen.

🟡 Achtsamkeit: Anwesend sein im jetzigen Augenblick: Achtsamkeit ermöglicht es uns, den gegenwärtigen Moment bewusst zu erleben, ohne in Sorgen über die Vergangenheit oder die Zukunft zu versinken. Indem wir achtsam sind, können wir uns selbst und unsere Bedürfnisse besser wahrnehmen.

🔵 Werte: Wissen und wählen, was wichtig ist:
Werte sind das, was uns im Leben wirklich wichtig ist. Indem wir unsere Werte identifizieren und danach handeln, können wir ein erfülltes und sinnerfülltes Leben führen. Es ist wichtig, sich regelmäßig zu fragen: Was ist mir wirklich wichtig?

🟣 Selbst-als-Kontext: Die Ebenen des Selbst:
Der Selbst-als-Kontext ist die Fähigkeit, sich selbst von seinen Gedanken und Emotionen zu distanzieren und eine größere Perspektive einzunehmen. Indem wir erkennen, dass wir nicht identisch mit unseren Gedanken und Gefühlen sind, können wir uns von Selbstzweifeln und Selbstkritik befreien.

🔴 Commitment/Handeln: Tun, was wichtig ist:
Das Commitment zu handeln bedeutet, sich bewusst dafür zu entscheiden, nach seinen Werten zu leben und sein Verhalten entsprechend auszurichten. Es geht darum, sich selbst zu verpflichten, das zu tun, was uns wirklich am Herzen liegt, auch wenn es manchmal unbequem ist.

🌀Psychische Flexibilität:
Die Kunst des Loslassens und Anpassens

In der Mitte all dieser Ecken liegt die psychische Flexibilität - die Fähigkeit, sich den Veränderungen des Lebens anzupassen, ohne an starren Vorstellungen festzuhalten. Selbstliebe bedeutet, sich selbst liebevoll zu unterstützen, auch wenn es Herausforderungen gibt.

Zum Beispiel können wir uns bei Rückschlägen darauf konzentrieren, aus ihnen zu lernen, anstatt uns selbst zu verurteilen. Durch psychische Flexibilität erlauben wir uns, liebevoll mit uns selbst umzugehen, egal was passiert.

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Verfasst von Karina
Psychologin, Heilpraktikerin & Gründerin von Happy o' Clock